Sonntag, 6. März 2016

7 Tage/ 7 Sketche - Tag 2

Bei der kreativsüchtigen Mel heißt es ja in der dritten Runde wieder:
 
Der Sketch ist mir leichter gefallen als der vom ersten Tag. Aaaaaaaaaber, zu diesem Layout gehört ein ziemlich ausführliches Journaling und irgendwie habe ich dafür keinen Platze gefunden. Egal, wie es auf dem Layout unterbringen wollte, es hat mir nicht gefallen. Also habe ich jetzt kurzerhand das ziemlich lange Journaling auf die Rückseite des Layouts geschrieben. Warum? Weil es für mich so wichtig ist! Wichtig auch für meine Kinder, die später einmal meine Geschichte kennen sollen und zu dieser gehört eben auch, dass meine Eltern 1989 von der damaligen DDR in die BRD übergesiedelt sind. Dummerweise kamen wir genau in die große Ausreisewelle im November 89. Die Ausreise von uns war genehmigt zum 11.11.89, die Mauer fiel am 9.11. Das war für viele damals eine aufregende Zeit, ich kann mich erinnern, wie schwer mir der Umzug gefallen ist, vage kann ich mich auch daran erinnern, dass wir als Kinder damals vor der Ausreise im Rahmen der Antragsprüfung befragt wurden, warum wir ausreisen wollen. Meine Eltern haben uns wochenlang auf diese Befragung vorbereitet, wir sollten bloß nicht sagen, wegen der tollen Dinge, die man da kaufen kann... Tja und dann war er da, der Tag der Ausreise. Entgegen der Planung reisten viele Hunderte mit uns und es herrschten chaotische Zustände im Zug und an den Bahnhöfen. Und dann waren wir also im "goldenen Westen" mit Victory-Zeichen und einem Lächeln es geschafft zu haben, nicht wissend, wie schwer die kommende Zeit für uns werden wird... Nun genug geschrieben, hier also meine Umsetzung zum Sketch Tag 2.


Die Umsetzungen zu Tag 3 und 4 sind in der Mache, die kann ich hoffentlich morgen fertig stellen.

Kommentare:

Tschenny hat gesagt…

Schönes Layout mit einer bewegenden Geschichte. Ich kann mir vorstellen, wie schwer es damals war.
Ich hätte mir das als Kind aber nicht vorstellen können und ich glaube meinen Eltern ging es zu gut. Hier in Berlin gab es irgendwie nix, was man vermissen musste. Jedenfalls ist mir nichts bewusst. Ich muss dazu sagen, dass ich aber auch noch nicht ganz 8 Jahre alt war, als die Mauer viel.

Ich mag dein Foto! Mein Vater hatte auch so einen "hübschen" Schnauzbart in dieser Zeit. *kicher*

LG Jenny

Stephanie Berger hat gesagt…

oh je mitten rein in die Massen...ich kann mich an unsere erste Reise in den Westen erinnern...wir saßen auch in einem vollen Zug alles war übervoll... allerdings gings abends wieder zurück... hammer was in der Zeit an Menschen unterwegs war... toll dass du es so schön festhältst